Fälle von Brandstiftung durch Feuerwehrangehörige nehmen zu und sind immer wieder in den Schlagzeilen. Sie schädigen nicht nur das Ansehen der Feuerwehren, die Schadenssummen erreichen eine volkswirtschaftlich bemerkenswerte Höhe.
Warum werden Brandschützer zu Brandlegern? Welches sind die Tatmotive? Was können die Feuerwehren tun, um das Brandlegen aus den eigenen Reihen zu verhindern?
Der Autor, Brand- und Explosionsursachenermittler, hat innerhalb seiner beruflichen Tätigkeit eine langjährige Analyse- und Forschungsarbeit zur Täterschaft und den Hintergründen vorgelegt.

Ziel ist es, ein praktikables Präventionsmodell zur Vorbeugung von vorsätzlichen Brandstiftungen zu entwickeln und Wege für eine praxisgerechte Umsetzung aufzuzeigen. Dazu gehört auch die entsprechende Schulung der Führungskräfte und Ausbilder.


Der Autor: Sicherheitsfachwirt (FH) Frank D. Stolt (M.Sc., M.Sc., M.A.)

ist Sachverständiger für Brand- und Explosionsursachenermittlung.
Er hat ein Studium an der Fachhochschule der Polizei und Studien zur Gefahrenabwehr/Brandschutz, u.a. an der Technischen Fachhochschule Berlin und Universitäten in England, USA und Österreich sowie ein Studium der Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum absolviert.

Inhaltsverzeichnis:

 

Vorwort

1

Einleitung

2

Ziele und Fragestellung

2.1

Forschungsinteresse

2.2

Forschungsbedingungen

2.3

Forschungsperspektive

3
Mittel, Methoden und Arbeitsverlauf
3.1Methodischer Ansatz
3.2Theoretischer Ausgangspunkt
3.3 Forschungsrahmen
3.4Forschungsrahmen
4Zahlen und Statistiken
4.1 Statistische Häufigkeit
4.2 Dunkelfeld
4.3Verfälschungen der Statistik
4.4 Häufigkeitsverteilung
5 Kriminalitätstheorien
5.1 Persönlichkeitstheorien
5.2 Sozialstrukturelle Theorien
5.3Kriminalisierungstheorie (labeling approach)
5.4 Mehrfaktorenansätze
5.5Neue, „postmoderne“ Ansätze
6Brandstiftung – Täter und Motive
6.1 Begriffsdefinitionen
6.2 Fallanalyse und Täterprofil 
6.3Täterprofil aus interdisziplinärer Sicht
7Persönlichkeit eines Brandstifters der Freiwilligen Feuerwehr
7.1Auf der Suche nach Täter-Informationen
7.2Informationsquellen
7.3Tatumstände und Täterschaft
8Das „Feuerwehrmotiv“
8.1Suche nach Bestätigung und Anerkennung
8.2Nicht das Feuer, sondern das Löschen ist das Ziel
8.3

Gefährliches „heldenhaftes“ Verhalten
9Polizeiliche Ermittlungen bei Brandstiftern der Freiwilligen Feuerwehr
9.1Tatverdacht
9.2Ermittlungsverfahren
9.3Rechtsverhältnisse Feuerwehr und Polizei
9.4Datenbank sucht Brandstifter
10 Organisation der Feuerwehr
10.1 Organisationsformen der Feuerwehr
10.2Organisationsformen der Feuerwehr
10.3Selbstkontrolle, Eigenverantwortung, Freiwilligkeit
10.4Integration und Führung
10.5Helden gesucht?
11Brandstifter der Freiwilligen Feuerwehr in den Medien
12Früherkennungsmöglichkeiten
12.1Vorstrafen
12.2Merkmale und Warnsignale
12.3Vorsicht »Schnellschüsse«
12.4Problembewusstsein
12.5Aufbrechen des Tabus
12.6Das „Kölner Modell“ und seine Grenzen
12.7Andere Ansätze
13Präventionsmöglichkeiten
13.1Ansatzpunkt zur Prävention in der Feuerwehr
13.2Sozialkompetenz der Führungskräfte  
13.3Sozialkompetenz der Führungskräfte  
13.4Hilfsangebote durch Begleitung
13.5Anerkennung statt Kritik
13.6Führungskräfteausbildung
14Handlungsempfehlungen
14.1Ausnahmesituation
14.2Vertrauens- und Imageprobleme
14.3Rechtliche Konsequenzen?
14.4Interner Umgang mit Brandstiftern in der eigenen Feuerwehr
14.5Externer Umgang mit Brandstiftern in der eigenen Feuerwehr
15Zusammenfassung
Anhang: Literaturverzeichnis, Fragebögen, Interviewfragen